Forschung zu Mikroverunreinigungen: Modellierung der Wasserqualität

Forschung zu Mikroverunreinigungen: Modellierung der Wasserqualität

Der Vorfall in Borne, Niederlande, am 15. Juni 2019, bei dem Dutzende von Kindern nach einer Erfrischung im Bornsebeek Bach erkrankten, warf innerhalb des deutsch-niederländischen MEDUWA-Vecht(e)-Konsortiums Fragen auf. Fragen nach der genauen Ursache der Infektion, der Exposition gegenüber multiresistenten Bakterien im Wasser und den Quellen der Bachverschmutzung. Tatsächlich wurde berichtet, dass das Schwimmen in Oberflächengewässern, die nicht als offizielle Erholungsstätte ausgewiesen sind, zu Infektionen führt (Joosten R et al, 2017).

Die Mikroverunreinigung biologischen und chemischen Ursprungs im Oberflächenwasser ist jedoch ein sehr komplexes Thema, und es besteht nach wie vor großer Forschungsbedarf. MEDUWA-Forscher modellieren die Wasserqualität im gesamten Einzugsgebiet der Vechte. Unter anderem versuchen sie, die Ausbreitung multiresistenter Mikroorganismen über das Oberflächenwasser zu verstehen. Dabei dient E. coli als Indikator für die Fäkalienbelastung. Über die Umwelt untersuchen sie auch die Exposition des Menschen gegenüber diesen Mikroorganismen und die Gesundheitsrisiken. Ziel dieser Modelle ist es, das Ausbreitungsverhalten multiresistenter Bakterien im Vechte Einzugsgebiet zu simulieren. Abschließend können sie auch Informationen über die Freizeitbelastung für andere Einzugsgebiete liefern.