Arzneimittelrückstände in Trinkwasser ist Thema im Deutschen Bundestag

Arzneimittelrückstände in Trinkwasser ist Thema im Deutschen Bundestag

Im Januar ging im Deutschen Bundestag ein Bericht des Büros für Technikfolgen-Abschätzung ein. Das Thema: Arzneimittelrückstände im Trinkwasser.

Durch den steigenden Medikamentenverbrauch an Mensch und Tier, sammeln sich auch vermehrt Rückstände in der Umwelt und somit auch in den Gewässern. Der Bericht stellt fest, dass es nach wie vor noch große Wissenslücken gibt. Zum Beispiel fehlt ein flächendeckendes Monitoring über die Mikroverunreinigungen und deren Wirkungen. Allgemein ist der Bericht eine Bestandsaufnahme an zu vorliegenden Mengen und Konzentrationen der Arzneien und gibt Trends hinsichtlich dieser Entwicklung wieder. Die Auswirkungen werden ebenso thematisiert wie mögliche Präventionen und Strategien zur Reduzierung.

Zusammenfassend verdeutlicht der Bericht, dass die Menge an Tier- und Humanarzneimitteln zunimmt. Dennoch zeigt sich hier, dass insbesondere die Datenlage zur Verwendung von Tierarzneimitteln unzureichend ist. Konzentrationen von bis zu 10 µg/l wurden in Böden, Oberflächengewässern und Kläranlagenabflüssen gemessen. Dies Werte sind deutlich höher verglichen zu den Messungen im Trinnkwasser. Zwar liegt laut dem Bericht keine chronische Gesundheitsgefährdung, dennoch ist eine Wachsamkeit bei Risikogruppen geboten. Dies betrifft Schwangere, Kleinkinder und Senioren.

Auch für Biotope bestehen Risiken durch die Rückstände in den Gewässern, die z.B. den Stoffwechsel oder die Fortpflanzung beeinträchtigen. Für weitere Aussagen werden jedoch zusätzliche Daten und Messungen benötigt, die nicht nur über Modellrechnungen erfolgen, sondern auch in der Natur.