INTERREG Forschung zu plasmaaktiviertem Wasser

INTERREG Forschung zu plasmaaktiviertem Wasser

Im Rahmen des INTERREG Deutschland-Nederland Projekt MEDUWA erforschten Martien Graumans, Wilfred Hoeben, Frans Russel und Paul Scheepers die Effekte von thermischem, plasmaaktiviertem Wasser und UV/H2O2 Anwendung an Leitungswasser. Diese Anwendung ist eine von mehrfachen Innovationen, die Teil des MEDUWA-Projektes sind. Dieses verfolgt einen holistischen Ansatz, um Arzneimittelrückstände im Wasser und der Umwelt zu reduzieren.

Denn bisher ist es für viele Kläranlagen nicht möglich diese Rückstände aus dem Abwasser zu filtern, sodass sie in die Umwelt gelangen können. Nach Ansicht der Autoren können oxidative Abbauschritte eine wichtige Ergänzung zur Reinigung von Abwasser sein.

Plasmaaktiviertes Wasser, Quelle: Martien Graumans

 

In ihrer Forschung werden sowohl Messungen mit thermischer Plasma-Aktivierung sowie einer UV/H2O2 Behandlung durchgeführt. Beide Arten werden an dem Arzneistoffe Cyclophosphamid angewendet und deren Wirkung auf die Reduktion des Stoffes analysiert.

 

 

Ihre Forschung zeigt, dass durch eine spezifische Anwendung der Methoden  ein vollständiger Abbau des Medikament erfolgte und keine Rückstände mehr vorhanden waren. Dennoch besteht weiterer Forschungsbedarf zu thermischem plasmaaktiviertem Wasser, um die Anwendung weiter zu spezifizieren.

Mehr Informationen finden sie in dem aktuellen Paper Graumans et al. (2020): Oxidative degradation of cyclophosphamide using thermal plasma activation and UV/H2O2 treatment in tap water. Environmental Research. 182: 109046.