Neue Studien zu gesundheitlichem Verbraucherschutz und Umweltbewusstsein

Neue Studien zu gesundheitlichem Verbraucherschutz und Umweltbewusstsein

Das Bundesinstitut für Risikobewertung sowie das Umweltbundesamt veröffentlichten neuste Umfrageergebnisse, die die Sicht der Verbraucher auf Antibiotikaresistenzen, wie auch Lebensmittelsicherheit und Landwirtschaft wiedergeben.

Der Verbrauchermonitor ist eine repräsentative Umfrage, die die Sicht der Verbraucher auf Aspekte des gesundheitlichen Verbraucherschutzes wieder gibt. Dieser wird vom Bundesinstitut für Risikobewertung zweimal im Jahr veröffentlicht.

Darin nimmt auch das Thema Antibiotikaresistenz eine große Rolle für die Verbraucher ein. 85% der Befragten ist das Thema bekannt. Beachtlich ist, dass 57% der Verbraucher angaben, über Antibiotikaresistenzen beunruhigt zu sein. Obwohl die Besorgnis um 11% gesunken ist im Vergleich zu 2018, ist Antibiotikaresistenz nach wie vor das Thema, welches die größte Besorgnis bei den Verbrauchern auslöst. Für ebenfalls große Beunruhigung sorgen die Themen Mikroplastik und Reste von Pflanzenschutzmittel (inkl. Glyphosat).

Diesbezüglich gibt die aktuelle Studie zum Umweltbewusstsein in Deutschland weitere Angaben. So geben über 60% der Befragten an, dass sie Pflanzenschutzmittel als sehr großes Umweltproblem und Belastung in der Landwirtschaft ansehen. 56% sehen zudem die Belastung von Gewässern und Trinkwasser durch die Überdüngung als sehr großes Problem an.

Stoffe wie Antibiotika können durch das Ausbringen von Gülle in die Gewässer und das Trinkwasser gelangen. Dadurch können sie über verschiedene Kreisläufe auch zurück zum Menschen gelangen. Was zunächst nur als Umweltproblem gilt, kann somit schnell zu einem Gesundheitsrisiko für den Menschen werden.

 

Quellen:

BfR-Verbrauchermonitor 02 | 2019

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) 2019, Studie zum Umweltbewusstsein in Deutschland 2018